Das Wagnis Musical

Kaum jemand in Mainstockheim hätte sich träumen lassen, dass die Aufführungen des Kindermusicals ein solcher Erfolg werden würden.
Der Hauptverdienst gilt sicherlich den Kindern, die so lange Zeit unermüdlich an dem Stück gearbeitet hatten und viel freie Zeit dafür aufopfern mussten. Denn ihre sängerische Qualität, ihr professioneller Auftritt auf der Bühne und natürlich auch ihr Charme, sorgten für den großen Beifall und den Erfolg des Stückes.
Und dann gab es auch noch andere Faktoren, die das große Projekt trotz kritischer Betrachtung zu einem Ereignis werden ließen:
1. Ein für den Verein immenser Kostenaufwand stand vor der Tür. Professionelle Technik, Beschallung, Bühne, Scheinwerfer, die Mehrzweckhalle, Kostüme, Plakate, Programme und vieles mehr, kosten eine Menge Geld. Der Verein und alle daran Mitarbeitenden setzten großes Vertrauen in das Projekt, das Chorleiter Ungerer sich ausgedacht hatte. Die Herstellung des Buches musste zudem auch finanziert werden, wodurch der Verein doppelt belastet war. Der finanzielle Aufwand war sicher nicht unerheblich, so machten private Ausgaben durch sehr idealistische Mitglieder des Vereins das Musical erst möglich.
Das Engagement der Vorstandschaft, des Chorleiters und auch der Gemeinde Mainstockheim waren so immens, dass es kaum ernsthafte Gegner gab. Die Angst vor einem finanziellen Desaster stand zwar einigen im Gesicht geschrieben, jedoch waren auch die letzten Zweifler nach der Generalprobe, bzw. spätestens nach der Premiere von der Qualität des Stückes, der Aufführung und von der Sache an sich überzeugt.
Ein kleiner Ort wie Mainstockheim, der ein so professionell anmutendes Musical auf die Beine stellen kann, setzt Maßstäbe in der gesamten Vereinslandschaft, denn den Mut, das Wagnis auf sich zu nehmen, in etwas derart Großes zu investieren, gibt es nirgends. Leider wurden die Aufführungen von kaum einem Verantwortlichen des Fränkischen Sängerbundes, bzw. des Sängerkreises Kitzigen und Würzburg wahrgenommen.
2. Würde das Stück gut genug sein, um 3 Mal (letztendlich waren es dann 4 volle Vorstellungen!) die Halle voll zu kriegen?
Ja, denn die Halle war jedesmal voll besetzt.
Gute Kritiken in der Zeitung, ein Bericht im Regionalfernsehen, der gleichzeitg stattfindende Buchverkauf und natürlich die gute Mundprobaganda sorgten für volles Haus. 
3. Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten stimmte! Frau Lipinski und ihre harten Mitstreiterinnen hinter der Bühne sorgten für einen reibungslosen Ablauf auf der Bühne. Die Tontechnik stimmte und der Chef der Bühnenfirma, Herr Patzak, liess sich selbst von den hyperaktivsten Kindern nicht aus der Ruhe bringen.
Alle anderen Mitarbeiter leisteten ebenso Außergewöhnliches: Die Eltern, die Kostüme beschafften und Requisiten bastelten und bauten. Besondere Erwähnung muss der fantastisch gestaltete Drachenkopf finden, den Monika Scheuring in vielen arbeitsreichen Stunden und mit viel Phantasie herstellte.
Heike Klein hatte die zeitintensive Aufgabe der Kartenreservierung übernommen.
Familie Schwarzer half rund um das Musical in vielen Belangen engagiert mit. Viele, viele andere trugen ebenfalls zum Gelingen des Projektes bei!
Fazit: Trotz eines knappen Zeitplans und der Tatsache, dass die Kinder das Werk nur einen Tag lang auf der großen Bühne proben konnten, lief die Premiere reibungslos ab und die Zuschauer waren begeistert. Die positive Resonanz auch bei der Presse und beim Fernsehen, 4 volle Vorstellungen, ein Stück, das den Leuten gefällt, ein Projekt, das allen Mitwirkenden, Sängern, Tänzern, Helfern etc... neue Dimensionen eröffnet hat und aufzeigte, was in der Gemeinschaft möglich ist und was kreative Kräfte bewirken können, all diese Dinge sorgten dafür, dass es kaum jemand aushalten konnte, bis das nächste Musicalprojekt vor der Tür stand!

zurück zur Übersichtsseite