Einst gab es Harmonie

Einst gab es Harmonie,
die Menschen sangen gemeinsam,
die Stimmen, wie schön waren sie,
ein jeder sang für jeden, daher war niemand einsam.

Der Klang der Welt war rein,
die Menschen hörten aufeinander,
ein jeder wollte dabei sein,
sie hörten sich lachen und weinen und alle untereinander.

Dann kam der Misston in die Welt,
zerstörte alle Harmonie,
es war die dunkle Herrscherin,
verzauberte alle, mit schrecklichen Tönen triumphierte sie.

Einst floss durch uns die Energie
des Einklangs und der Harmonie,
einst waren wir wie Nacht und Licht,
Tag ohne Schatten gab es nicht,

einst waren wir wie Katz und Maus
der Mond kam nicht ohne Sonne aus,

Heiterkeit traf auf Sorg und Leid,
Stets war das Pech auf der Jagd nach dem Glück,
war einer im Ziel, blieb der andere zurück,

so waren wir immer schon Yin und Yang,
freute sich einer, war dem andern bang.

So kam es, daß wir stets gemeinsam
alles taten und auch einsam
waren, aber dies nur gemeinsam.

Kein Yin ohne Yang
kein Yang ohne Yin,
alles muß fließen
nur das macht Sinn,

nur so kann sich die Harmonie
in die Herzen der Menschen ergießen.

Wann kehrt sie zurück, die Harmonie,
wann singen die Menschen gemeinsam?
Die Stimmen, wie schön waren sie,
ein jeder sang für jeden, daher war niemand einsam.

Wann wird der Klang der Welt wieder rein,
wann hören wir wieder aufeinander?
Ein jeder wollte dabei sein,
wir hörten uns lachen und weinen und alle untereinander.

Fort muß der Misston heraus aus der Welt,
er zerstörte alle Harmonie,
es war die dunkle Herrscherin,
wer kann sie verzaubern, triumphiert am Ende über sie?

zurück zur Übersichtsseite