Sie schläft um wach zu sein

Sie schläft, um wach zu sein,
den Vater zu sehn.
Das läßt sie hoffen.
Sobald sie wach ist,
ist sie allein,
alles ist wie sonst,
und das Ende bleibt offen.

Seelenlose Geisterreiter
Schornsteinfeger ohne Leiter
Zebras mit blauroten Streifen
Autos mit viereckigen Reifen
Die Sieben Zwerge ohne Berge
Böse Drachen, die kaputt sich lachen
Und statt Feuer Seifenblasen blasend
Auf Seifenkisten rasen!
Äpfel, die nach Birnen schmecken

Eisbärn, die gern Milcheis schlecken
Babys, die ein Schachspiel spielen
Anstatt im Sandkasten zu wühlen
Der Mond, der auf die Sonne prallt
Der Luftballon, der lautlos knallt
Hyänen, die statt Kreischen gähnen
Pomeranzen, die lieber Freestyle tanzen!
Uhren, die nur rückwärts gehen
Pyramiden, die auf der Spitze stehen
Grüne Wolken, weiße Wiesen
Die Gärtner, die die Straße gießen
Würstchen, die kein Ende finden
Fette Schnecken, die um die Wette sprinten
Palmen wachsen auf den Almen
Vulkane, die nur Dienstags qualmen!
Und noch tausend andre Sachen,
Ob zum Gruseln oder Lachen Träumt sie.
Aber dennoch will sie lieber
Morgen als heute aufwachen!

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